Montag, 4. Juli 2016

Kilometer 13.419 - 13.711 - Polly wird bereist Teil 2: Der Wikinger über Hamburg

Frank sinniert über Hamburg und die Welt
Wie wir wissen, war der alte Wikinger in Hamburg. Zu meinem ersten Beitrag hatte er einen Kommentar auf Französisch geschrieben, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Es ist mehr eine schnelle Aneinanderreihung von Gedanken. Verfasst in Stichpunkten. Daher fällt es mir auch in der Übersetzung schwer, einen flüssigen Text daraus zu schreiben. Ich lasse es einfach so, wie es ist. Also:

Frank's Kommentar zu meinem Beitrag "Teil 1":

Eindrücke eines französischen Wikingers ....

Die Anreise an sich war locker. Ja, die belgischen Autobahnen sind so liebenswert wir ein kleiner Feldweg!!!! Aber gut, ich bin nur durch da.

Holland...... "das andere Käseland" wie man es in Frankreich nennt. Schöne Autobahnen, schöne Landschaften und (Menschen mit einem) Lächeln.

Deutschland. Beste Autobahnen. Überraschend, dass die LKW ab 20 Uhr nicht mehr fahren. Linke Spur..... Vollgas!!! Kurz gefasst: Pures Vergnügen bis auf.... nur der Asphalt fühlt sich an, als sei die Harley (ja wie übersetze ich das??) am Flattern (?!?!)

Ankunft in Hamburg. Der Duft von Lindenblüten. Mein allererster Eindruck. Überall sind Bäume und Häuser aus rotem Backstein. Es ist schwer sich zurecht zu finden. Man ist in einem Wald und der Horizont versinkt im Astwerk der Bäume.

4 Tage sind zu kurz um eine Stadt und ihre Bewohner zu verstehen. Für mich, der aus Frankreich kommt, sind die Ampeln, die von Rot auf Orange und dann auf Grün springen überraschend. Genauso wie diese Fahrweise, wo gelbe Ampeln nicht oder nur wenig beachtet werden, genauso wie das Tempolimit im Stadtverkehr.... das "Toc Toc" an den Fußgängerampeln. Das erste Mal dachte ich, dass meine alte Harley ein Problem hätte ;-) ...  Ich vergaß: Das Halten in zweiter Reihe!!

Ich muss zugeben, Hamburg verdient seinen Beinamen "Perle". "Eine Stadt im Wald" ist, was sich aus meinem ersten Aufenthalt abzeichnet.

Noch etwas: Die Franzosen sprechen....... nichts als Französisch. Ich weiß, ich weiß, das ist nicht gut.... aber die Leute in Hamburg sind sehr gastfreundlich, selbst wenn Du nicht ihre Sprache sprichst. In Frankreich oder Belgien ist das nicht so!!! Gut, versprochen, ich werde ein bisschen Deutsch lernen.

Hamburg Harley Days. Kolossal !!!! Ihr habt ein super Festival. Die Stimmung ist gastlich und gesund/bekömmlich/sauber/solide..... Augen und Ohren waren überreizt. Macht weiter so! Es ist echt eine schöne Party!!!

So, meine paar Eindrücke dieser Reise. Ich bin nicht sehr gesprächig, aber ich habe es sehr genossen (geschätzt). Die Begegnungen, die ich hatte, und die Entdeckung des Lebens meiner Polly Valente.

Schusssss (er meint Tschüß!) "Boujou bien" auf Französisch (Hinweis: Das ist regionale Mundart!!) !!!

Frank der Wikinger


Zur Entspannung von Augen und Ohren und auf der Flucht vor dem Regen ging es in Richtung Ostsee.


Roter Backstein in Eutin




 
Rosen, überall Rosen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
In Grömitz "Lustig, dass hier Touristen sind!" "Warum?"
"In Frankreich will niemand im Norden Urlaub machen."
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tjaja, das war ein Abenteuer für den Franzosen. Zu Hause immer die große Klappe - so sind sie alle. Sie finden sich und ihr Land einfach am geilsten und alles, was da schief läuft, wird zunächst beschimpft, und dann werden so lange Fehler bei Anderen gesucht, bis Frankreich dann doch wieder stolz Bleu-Blanc-Rouge zeigen kann. Aber wenn sie es doch einmal in's Ausland schaffen, werden die Augen immer größer und das Herz immer wärmer. Der gemeine Franzose macht Urlaub eigentlich nur im eigenen Land. Und wenn er sich doch einmal ins Ausland begibt, dann für gewöhnlich in die frankophone Welt. Zu Hause ist es doch am Schönsten. Vielleicht geht der gemeine Franzose auch davon aus, dass man im Ausland zu ihm zu unhöflich wäre, wie er es im Allgemeinen zu den Ausländern ist. Weil er von sich auf Andere schließt, tritt er lieber nicht über seine Landesgrenze. Der Wikinger hat sich nun getraut. Sogar nach Deutschland. Und schon zuvor wurde er ehrfürchtig von jenen gefeiert, die eigentlich mit ihm reisen wollten, dann aber Gründe fanden, zu Hause zu bleiben. Nun also große Aufregung, hinter Arroganz und Überheblichkeit kaschiert. Tipps und Ratschläge wurden aggressiv abgewiesen. Am Ende dann aber doch Erleichterung in Ostetal und schließlich viele Fragen, Verwunderung, Verzauberung und Hingabe.
 
Hamburg kriegt sie einfach alle!
 
Und über das kolossale Festival lest Ihr in Teil 3 von "Polly wird bereist".

Wer kann dazu schon Nein sagen? ...

... Abendstimmung an der Bellevue. Der perfekte Start in ein Wochenende in Hamburg!


Kommentare:

  1. Naja, wenn der Franzose gemein ist, dann ist es ja durchaus möglich, dass man im Ausland nicht so nett zu ihm ist ;-)

    Wunderschöner Kommi von Wikinger ... *smile* ... und noch schöneres Bild von Polly <3

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  2. Endlich kam ich dazu Teil1 und Teil2 zu lesen. Ist echt super wenn man mal über seinen eigenen Schatten springt und über den Tellerrand schaut.
    Ein bisschen mehr Brandschatzen hätte ich mir schon von einem Wikinger erwartet. Mal sehen. Evtl in Teil3? :-P
    P.S. ich war nur mal kurz in HH und mir hat die Stadt damals auch gut gefallen. Obwohl ich eigentlich nicht so der Städtetourist bin. HH kam mir riesig vor. Gesehen habe ich nicht so viel. Aber die Stadt kam mir sofort sehr Abwechslungsreich vor.

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    1. Hey Tom! Du bist herzlich eingeladen, mal vorbei zu kommen.

      Stichwort Brandschatzen: Die Hammaburg, auf die man die hamburgische Geschichte zurück führt, ist seinerzeit von den Wikingern zu zerstört worden, dass ein Wiederaufbau unmöglich war.... Garstiges Volk!!

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