Montag, 16. Mai 2016

Kilometer 9.966 -10.054 - Honfleur

Nach dem Wochenendtrip zum Mont Saint Michel ruhe ich mich am Montag aus. Ich bleibe lange im Bett, ordne Fotos und spiele mit dem Wikingerhund. Den sonnigen Vormittag verschlafe ich, am Nachmittag kommt Regen auf. Für die gesamte Woche ist wechselhaftes Wetter mit Gewittern und Stürmen angesagt. Eine längere Tour würde ich gern noch fahren, bevor es wieder nach Hause geht. Ich entscheide mich zig Mal um. Am Ende bleibe ich doch wieder in der Gegend, da ich keine Lust habe, Museen oder Pferdezuchten völlig durchnässt zu besuchen. Am Mittwoch ziehe ich mich für einen Ausflug warm an. Doch als ich meine Petite Jolie Vulcan aus der Garage nehme, kann ich den ganzen Schmutz der letzten 10 Tage nicht mehr mit ansehen. Ich nehme mir 2 Stunden für eine intensive Wäsche zu der ich sogar die Packtaschen demontiere. Inzwischen habe ich mehr Übung. Es ist und bleibt friemelig, doch Übung macht den Meister.
 
Der Nachmittag ist weit fortgeschritten, als ich mich endlich auf den Weg mache. Die Normandie Brücke liegt im Nebel. Mystisch sieht es aus. Auf der anderen Seite feiere ich den 10.000-km-Geburtstag meiner PJV Petite Jolie Vulcan 900. Juhuuuu! Ich bin so entzückt, dass ich ein Foto vom Tacho schieße und es auf Facebook teile. Dann biege ich nach Honfleur ab. So touristisch die Stadt auch ist, ich liebe sie. Manchmal erinnert sie mich an Kopenhagen, nur viel kleiner. In allem so winzig. Amerikaner und Chinesen müssen glauben, die Kulisse sei zur Touristenbespaßung hier aufgebaut worden. Die uralten Häuser und engen Gassen lassen vermuten, dass gleich so mancher Pirat aus der Kneipe taumelt.
 
Früher war Honfleur eine der Hochburgen der Impressionisten. Noch heute sind die Häuser, der Hafen und das Meer beliebte Motive der Künstler.

 

 
Happy Birthday to you!!


 



 
 
 




 
 

 
 

 
 

 
Die Eglise Sainte Catherine in Hofleur ist im XV. Jahrhundert aus Holz gebaut und später im Fachwerk ergänzt worden. Natürlich ist sie eine der Hauptattraktionen in dem kleinen Fischerdorf. Wenn man eintritt, riecht es modrig nach altem Bauwerk. Tatsächlich erinnert mich die Kirche von Ihrer Ausstrahlung her an die Geschichten über das Langhaus der Nordmänner. Aber als dieses diente die Sainte Catherine nie. 




Der Turm steht abseits der Kirche auf der anderen Seite des Platzes.





Kommentare:

  1. wunderschöne Fotos Polly, da wäre ich jetzt auch gerne

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  2. Das ist mir früher im Urlaub auch immer so gegangen. Zuerst habe ich mir immer sonstwas vorgenommen und mich dann geärgert, dass es alles so nichts geworden ist. Dann habe ich irgendwann angefangen, es einfach auf mich zu kommen zu lassen. Da würde es schlagartig besser und ich habe mehr gemacht, bzw. die Zeit mehr genossen.

    Dieses Fischerdorf ist ja wirklich ein Traum!

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  3. Sehr schöne Bilder und Gegend...das stimmt. Und Gratulation zum 10k Geburtstag an PJV.. :-)

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  4. Diesmal mit extrem vielen Bilder. Klasse! Weiss gar nicht welches mein Favorit sein soll.
    Aber: Wo ist deine dolle Tolle? Die vermisse ich schon des längeren. ;-)

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    1. Oh, die hatte ich mir kurz vor Ostern abgeschnitten. Zum Frühjahr musste mal die alte Wolle runter :-)

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  5. Polly, Du hast wirklich ein begnadetes Auge für Motive und Perspektive. Und was für ein schöner Ort das ist. Ich will da hin, sofort!

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  6. Vielen Dank Euch allen. Bin ganz gerührt....

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