Dienstag, 10. Mai 2016

Kilometer 9.237 - 9.343 - Les Jardins Suspendus

Immer wenn ich Ruhe suche, gehe ich in den Wald oder an das Meer. In Städten auch gern in den örtlichen Botanischen Garten. So zum Beispiel damals in Rio de Janeiro, wo ich die ersten drei Tage völlig gestresst war. Schlechte Unterkunft, kalte Dusche, zu viel Karneval, zu viel Armut. Bei den Pflanzen konnte ich mich entspannen und nach Lösungen suchen.
Heute muss ich zwar nicht fliehen, aber noch immer fällt es mir schwer, meine Gedanken von der Arbeit zu lösen. Obwohl ich endlich dürfte, lasse ich einfach nicht los. Ich nehme also mein Motorrad und fahre nach Le Havre. Das ist nicht weit, bietet also keine Zeit zum langen Grübeln. Die Jardins Suspendus befinden sich im Herzen einer alten Burg. Neben einer enormen Parkanlage gibt es Gewächshäuser mit Pflanzen aus aller Welt zu sehen. Leider stehen viele Stauden noch nicht in voller Blüte, so dass insbesondere der Rosengarten recht kahl wirkt. Dennoch dauert es nicht lange und ich verliere mich in der Betrachtung der Gärten und ihrer Besucher. Ich könnte stundenlang im Park bleiben. Doch morgen geht es auf einen Wochenendtrip zum Mont Saint Michel. Ich will noch meine Sachen packen.

















Kommentare:

  1. Das ist mal eine schöne Art der "Konversion". Ein Botanischer Garten in einer Festung.
    Ich gehe auch gerne in Parks und sehe mir die Landschaftsaufassung der Leute an, die dort leben. Und wie gerne war ich im Botanischen Garten in Flottbek. Der war ja nicht weit weg und ist echt toll geworden.
    Da kann ich Dich sehr gut verstehen.

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  2. Sehr schön geschrieben :)

    Pit

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