Dienstag, 17. Mai 2016

Kilometer 10.054 - 10.127 - Ètretat grau in grau

Die Tage bleiben düster und ich mit meinem Buch im Bett. Irgendwann treibt es mich doch an die frische Luft. Ètretat ist nicht weit weg und sollte es schütten, drehe ich einfach um. Meine PJV trabt fröhlich los. Wir steigen die Serpentine des Grauens hinab, die ich so nenne, weil die gesamte Piste mittig geflickt wurde. Ich mag hier einfach nicht in Kurvenlage über die Teerstreifen fahren und bleibe daher entweder ganz innen - wo mir die Autos entgegen kommen, oder außen - wo die Schlackekrümel rum liegen. Das alles natürlich recht gemäßigt, während ich in engegengesetzter Richtung ganz flott um die Kurven flitze.
 
Auf der Landstraße hängt dicker Nebel über den Feldern. Kühe wirken wie geisterhafte Schatten. Gegen 15 Uhr erreiche ich die kleine Stadt mit den weltberühmten Felsen. Informationstafeln zeigen, aus welcher Perspektive die üblichen Verdächtigen ihre Gemälde geschaffen haben. Doch von dem Objekt der Begierde ist nichts zu sehen. Ich gehe an den Strand und beobachte Menschen, Möwen und das Meer. Langsam hebt sich der Nebel. Und gegen 17 Uhr mache ich mich bei Sonnenschein auf den Heimweg.
 





Kommentare:

  1. Die Strassenflickerei scheint also überall ein Graus zu sein. Dabei hatte ich bis jetzt Frankreich in guter Erinnerung. Da hatten eigentlich auch kleinste Strässchen im Massive Centrale, wo nur ne Oma und ein Hund wohnten, besten Asphalt.

    Im Nebel, oder Dunst, hat alles einen ganz eigenen Reiz. Die Farben kommen da ganz anders, teilweise viel intensiver, teilweise geheimnisvoll matt.
    Was mich auf Deinen Bildern immer wieder fasziniert, das sind diese tollen Gebäude dort.

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    1. Grundsätzlich sind die Straßen nicht so schlecht. Ab und zu trifft man halt mal auf solche Reparaturen, die ein Auto ja nicht einmal stören.

      Die Normandie ist voll von Fachwerkhäusern, die oftmals Jahrhunderte alt sind. In den "Badeorten" sind dann auch faszinierende Villen zu finden.

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    2. Grundsätzlich sind die Straßen nicht so schlecht. Ab und zu trifft man halt mal auf solche Reparaturen, die ein Auto ja nicht einmal stören.

      Die Normandie ist voll von Fachwerkhäusern, die oftmals Jahrhunderte alt sind. In den "Badeorten" sind dann auch faszinierende Villen zu finden.

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  2. Ja, auch Nebel ist wunderschön. Kalt, ungemütlich, aber wunderschön. Deine Tour ist einfach spannend. Vielleicht sollte ich auch mal in den französischen Norden fahren?! ��

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    1. Bist du nicht sogar geographisch etwas dichter dran? Dann lohnt sich ja sicher auch mal eine gute Woche für einen Trip an die Küste.

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    2. Bin ich mir nicht sicher. Ich muss ja erst noch durch halb Deutschland.

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  3. Im Nebel Motorrad fahren, du traust dich echt was :-)

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