Donnerstag, 24. September 2015

Kilometer 3.330 - 3.615 - Wilhelm der Eroberer

Quelle: Google Maps
Die Nomandie hat zahlreiche Schlachten erlebt. Aber die Normannen haben auch Schlachten außerhalb ihres Landes geführt. Eine davon wird in der Tapisserie von Bayeux erzählt. Ein 70 Meter langer Teppich, der eigentlich kein Teppich ist, sondern die Stickerei von Nonnen im 11. Jahrhundert.

Es geht um die Geschichte Wilhelms, Herzog der Normandie, der den Schurken Harold besiegt und England erobert hat.

Die Ausstellung ist ganz liebevoll gemacht. Der Teppich, der eigentlich mehr ein sehr langes Tuch ist, hängt sanft beleuchtet hinter einem Glas. Der Raum ist ganz dunkel gehalten. Ein Audio-Guide, der in drei Sprachen zur Verfügung steht, erzählt mit passender Musik-Untermalung die Geschichte Wilhelm des Eroberers in 58 Szenen. Es ist ein wenig wie ein altertümlicher Comic und den möchte ich mir selbstverständlich ansehen.

Am Mittwoch Morgen nehme ich mir viel Zeit um nach Bayeux zu fahren. Ich nehme die Küstenstraße und passiere die kleinen Städte der Côte Fleurie. Ich kenne die Gegend recht gut und freue mich, die vertrauten Orte zu besuchen.

Trouville/Deauville ist für Paris ungefähr das, was für die Hamburger Sylt ist. Es ist recht schnell zu erreichen und die wohlhabenden Städter genießen ihre Wochenenden am Meer, bummeln durch die teuren Boutiquen und essen Meeresfrüchte auf dem Marché aux Poissons. Eine Reihe kleiner Fischhändler bietet ihre Waren an. Bei einem Glas Weißwein können Muscheln, Schnecken, Seeigel und zahlreiche Fische frisch zubereitet direkt genossen werden. 

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein Hörbuch gehört. "Kein Tag für Jacobsmuscheln", ein Trouville-Krimi von Catherine Simon. Er beschreibt sehr anschaulich das Leben der Einheimischen in der kleinen Stadt. Aber er beschreibt auch, dass Fischgroßhändler die industrielle Fischzucht u.a. in Chile betreiben und die Ware dann in großen Mengen nach Frankreich bringen. Der Marché aux Poissons ist hiernach von einem einzigen Großhändler dominiert und die einzelnen Stände gehören alle dem selben Fischkönig. Kleine Fischer haben kaum Platz am Markt. Obwohl mir das Wasser im Munde zusammen läuft, verzichte ich auf ein Mittagessen. Bei den Gedanken an mein Hörbuch vergeht mir die Lust, mich von dem idyllischen Arrangement blenden zu lassen.

Das mondäne Deauville lasse ich links liegen und folge der Küste in romantischen kurvigen Straßen bis Villers-sur-Mer und dann weiter nach Cabourg. Inzwischen ist es früher Nachmittag und ich beeile mich nun, Bayeux noch rechtzeitig zu erreichen.

Nach dem Museumsbesuch nehme ich die Route National zurück und komme mit einem Koffer voller schöner Eindrücke wieder zu Hause an.

Für die nächsten Tage ist wieder einmal schlechtes Wetter angesagt.

Honfleur
Honfleur
Honfleur
Honfleur
Villerville
Muschelsammlerinnen in Villerville
Villerville, im Hintergrund Le Havre
Das Rathaus von Trouville / Hôtel de Ville à Trouville
Trouville
Fischmarkt in Trouville / Marché aux Poissons Trouville
Trouville
Trouville
Trouville
Selfie Fujifilm Instax
Trouville Fujifilm Instax
Pour toi.... (Fujifilm Instax)
Bayeux
Markierung in Bayeux
Die Kathedrale von Bayeux / La Cathedrale de Bayeux
Die Kathedrale von Bayeux / La Cathedrale de Bayeux
Die Kathedrale von Bayeux / La Cathedrale de Bayeux
Die Tapisserie von Bayeux / La Tapisserie de Bayeux
Die Tapisserie von Bayeux / La Tapisserie de Bayeux
Im Museum / Dans le musée (Bayeux)
Im Museum / Dans le musée (Bayeux)
Im Museum / Dans le musée (Bayeux)
Im Museum / Dans le musée (Bayeux)
Im Museum / Dans le musée (Bayeux)
Zu Hause angekommen / Arrivée à la maison

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