Mittwoch, 16. September 2015

Kilometer 2.365 - 2.639 - Côte d'Albâtre

Kleine Runde von 274 km / Petite Balade de 274km (Quelle: Google Maps)
Nachdem ich am verregneten Montag mein Motorrad vom Reiseschmutz befreit habe, geht es am Dienstag wieder auf die Straße.

Ich werde die schöne Côte d'Albâtre genießen und die berühmten Orte an der Felsenküste besuchen. 

Aber zunächst einmal folge ich der Seine stromaufwärts bis nach Caudebec-en-Caux, wo ich tanke und dann auf Schleichwegen über Yvetôt endlich die kleine Stadt Veules-les-Roses erreiche. 

Es weht ein heftiger Wind, aber die Sonne scheint zwischen Schäfchenwolken. Ich lasse mich in einem Café nieder und speise landestypisch Crêpe Banane & Chocolat. Dazu trinke ich einen petit café. Nach der Stärkung steige ich die Felsen hinauf und genieße die immer wieder schöne Aussicht. Das Meer wirkt trotz des Sturms erstaunlich friedlich, und spiegelt wundervolle Blau- und Grüntöne wider.

Die ausgefranste Flagge der Normandie - zwei Leoparden auf rotem Grund - bezeugt jedoch das raue Klima, das hier herrscht.

In Saint Vallery-en-Caux drückt der Sturm die Wellen an die Promenade. Das Wasser knallt gegen die Schutzmauer und schleudert große Steine in die Luft.

Ich beobachte das Schauspiel für eine Weile und bei der Abreise bekomme ich tatsächlich noch eine kleine Dusche zu spüren. Glücklicherweise ohne Kiesel.

Über Fécamp und Étretat nehme ich Kurs auf Le Havre und will von dort aus nach Hause zurück. Auf dem Wirrwarr der Autobahnen verfahre ich mich dreimal und brauche am Ende eine Stunde für eine Strecke, die sonst in 20 Minuten zu erledigen ist.

Hier wäre das Thema "GPS ja oder nein" noch einmal aktuell. Aber dazu schreibe ich ein anderes Mal. Wenn schlechtes Wetter ist.

Auf jeden Fall komme ich irgendwann dann noch zu Hause an. Sofort putzen wir das Salzwasser von meiner Vulcan und bringen sie wieder zum Glänzen. Zudem heben wir meinen Windschutz etwas an. Nach meiner langen reise am Wochenende, hatte ich mich über den unerträglichen, betäubenden Lärm im Helm beklagt. Das liegt definitiv am Helm, aber es kann auch sein, dass mein Windschutz in seiner Höhe für unglückliche Verwirbelungen sorgt, die das Geräusch noch verstärken.

Also versuche ich es nun einmal mit einer höheren Einstellung und hoffe, dass es jetzt etwas besser wird.

Hier ein paar Impressionen: 

Villequier

Veules-les-Roses

Frühstück in Veules-les-Roses / Petit déjeuner à Veules-les-Roses

St-Valéry-en-Caux

St-Valéry-en-Caux

St-Valéry-en-Caux

Fécamp

Fécamp
Selfie - Fujifilm Instax

Fécamp - Fujifilm Instax

Alles ok? / Tout va bien?

1 Kommentar:

  1. Das klingt ja hervorragend, was Du da erlebt hast. Ein toller Tag, bei tollem Wetter. Da werde ich richtig neidisch, hier zwischen den Weinbergen...

    Oh ja, dieses Getöse am Helm. Das kenne ich auch. Das sind Verwirbelungen durch die Windschutzscheibe. Damit hatte ich bisher jedes Mal zu tun, wenn ich mit einer Maschine gefahren bin, die ein höheres Windschild hatte. Wenn Du mal ein Naked Bike fahren solltest, wirst Du feststellen, wie herrlich ruhig Dein Helm sein kann.

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